Exit Museum - 40 Jahre Dommuseum Hildesheim

Unter dem Motto „ExitMuseum“ feiert das Dommuseum Hildesheim vom 16.- 19. August 2018 sein 40-jähriges Bestehen. An vier Tagen laden wir zu einem abwechslungsreichen Programm ein, das in den Räumen des Museums und auf dem Domhof, vor der wunderbaren Kulisse des Doms stattfindet.

Exitmuseum

Das Fest soll sich nicht durch den Rückblick auf die Vergangenen Jahrzehnte auszeichnen, sondern sich mit der Zukunft des Museums beschäftigen. Was sind künftige Aufgaben? Was bewahren wir für künftige Generationen? Wie sieht das Museum der Zukunft aus?

Der Titel „ExitMuseum“ spielt auf das Museum als besonderen Ort an. Ein Ausweg aus dem Alltag, der neue Perspektiven und Ideen eröffnet und damit den Ausbruch aus bestehenden Denkmustern und alltäglichen Erlebnissen.

Mit der Unterstützung von zahlreichen Künstlern, Experten, der freien Kulturszene, Hildesheimer Schulen und vielen mehr, gestalten wir vier Tage lang ein interessantes, unterhaltsames, genussvolles Kulturfest, dass die ein oder andere Überraschung bereithält.

An allen Tagen gibt es Führungen zu besonderen Themen oder mit Einblick hinter die Kulissen, offene Workshops auf dem Domhof, viel zu entdecken und auszuprobieren, zum Genießen und Verweilen.

Highlights aus dem Programm:

16.8.: Genius loci - ‚Der Geist des Ortes‘

Kunstprojekt des BBK Hildesheim in Kooperation mit dem Dommuseum Hildesheim. Die Ausstellung wird um 17 Uhr mit einer Vernissage eröffnet, um 18 Uhr gibt es eine Überraschungsführung. 

Die Ausstellung selbst ist bis zum 9. September 2018 zu sehen. 

Das Dommuseum, ein von Menschen geprägter Ort mit einer starken geistigen Atmosphäre, räumlich und gefüllt, mit sakraler Kunst ausgestaltet, ist ein genialer Ort für eine künstlerische Auseinandersetzung in diesem Kunstprojekt des BKK Hildesheim mit 20 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern. Das Jubiläumsjahr des Dommuseums eignet sich zudem für einen Dialog im Sinne eines zeitgenössischen künstlerischen Transfers der sakralen mittelalterlichen Kunstschätze in unsere Zeit.Die sakralen Kunstobjekte fragen geradezu nach einer ästhetischen aktuellen Umsetzung verbunden mit Fragen und Ansichten politischer, gesellschaftlicher ethischer und religiöser Relevanz.

Die Aura des Ortes, nicht nur die architektonische Gestaltung, sondern auch die sakralen Kunstwerke der Dauerausstellung verschmelzen Erinnerung, Wahrnehmung und Deutung des menschlichen Glaubens. Hier finden Künstlerinnen und Künstler Anknüpfungspunkte, diesen Geist des Ortes mit ihrer künstlerischen Auseinandersetzung in die Gegenwart und Zukunft zu überführen. Sie tragen damit den Gedanken weiter, den Museum im eigentlichen hat: der sakrale Schatz ist nicht nur der Öffentlichkeit zugänglich, sondern lädt ein, dem Zeitgeist Rechnung zu tragen, forschend tätig zu werden und fordert damit zum eigenen Handeln auf.

In unserer Sache zum künstlerischen Handeln, der intensiven Auseinandersetzung mit dem Geist des Raumes und den darin versammelten Werken, der Spurensuche, Bezugnahme zu einem Objekt und der eigenen künstlerischen Transformation des Werkes. So machen wir uns zu Beteiligten dieses genius loci für eine bestimmte Zeit, tragen die Ergebnisse in die Öffentlichkeit und führen den Dialog, den der Domschatz in die Welt trägt, in einer angemessenen Weise ästhetisch weiter. Dies ist der Reiz des Kunstprojekts im eigentlichen. 

16.8.: 19 Uhr im Domfoyer - Lesung Raoul Schrott – Erste Erde

Raoul Schrotts Buch ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit dem heutigen Wissen über die Welt: vom Urknall über die Entstehung des Planeten bin hin zu uns. Welches Bild vom Menschen geht daraus hervor? Was bedeutet es für unsere Existenz? Erste Erde unternimmt den großen Versuch, unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse literarisch umzusetzen und sie an einzelnen Figuren und ihren Lebensgeschichten anschaulich zu machen. In wechselnden poetischen Formen ergibt sich ein erzählerisches Panorama unseres Kosmos. Raoul Schrott hat dafür weltweit Reisen unternommen: von den Fundstellen des mit über vier Milliarden Jahren ältesten Gesteins überhaupt bis in die Atacamawüste, wo gerade das größte Spiegelteleskop der Welt entsteht. In einem zweiten Teil fasst Raoul Schrott dazu in Sachbuchform unseren heutigen Wissensstand zusammen. Dichtung und Wissenschaft verknüpfend, wagt sich Raoul Schrott daran, ein modernes Gegenstück zu Alexander von Humboldts Kosmos zu entwerfen. Neugieriger und schöner lässt sich die Erde kaum erkunden.

16. und 17.8.: „Museum selbst gemacht“

  • Präsentation der Ergebnisse aus den Schulprojekten
  • Grundschule Alter Markt – Mini-Experten im Museum
  • Robert-Bosch-Gesamtschule – Auf der Suche nach dem Klang des Dommuseums
  • Marienschule – Was macht das Dommuseum als Identitätsstiftenden Ort aus?

17.8.: 19.30 Uhr im Dommuseum – Festakt mit anschließendem Umtrunk im Domfoyer und auf dem Domhof

18.8.: Lange Nacht – das Museum ist bis 1.30 Uhr geöffnet

  • 19 Uhr: WissensRaum: Vortrag im Joseph-Godehard-Saal von Dr. Sebastian Steinbach (Universität Osnabrück)
  • 21 Uhr: Konzert str8voices
    str8voices steht für moderne a-cappella-Musik aus den Bereichen Pop- und Jazz - sie schreiben neben eigenen Arrangements auch eigene Songs. Das achtköpfige Ensemble aus Hannover singt seit 2008 zusammen und hat seitdem durch deutschlandweite Auftritte, Konzerte in Venezuela, Zypern und liebevoll produzierte YouTube-Clips über die heimischen Fans hinaus weltweit Freunde ihrer Musik gewonnen. Neben mehreren erfolgreichen Wettbewerbsteilnahmen sind str8voices Gewinner des ersten Preises des Deutschen Chorwettbewerbes 2014 in Weimar. Im Juli 2016 konnten sie bei dem Internationalen A-cappella-Wettbewerb „vokal.total“ in Graz/Österreich ein goldenes Diplom, den Ward Swingle Award in Silber als 2. Preis sowie einen Sonderpreis für das beste Arrangement und Performance gewinnen. 2016 wurde str8voices vom Landesmusikrat Niedersachsen eingeladen, Botschafter des niedersächsischen Kinderchorfestivals „Kleine Leute – Bunte Lieder“ zu sein. Im August 2012 nahmen die str8voices ihr erstes Studio-Album unter dem Titel "all in" auf. www.str8voices.com
  • 23 Uhr: Relikte 2018 - Ensemble Hymnus
    Über Jahrtausende haben die Menschen in den verschiedensten Gesellschaften und Regionen der Welt Ideale angestrebt. Das Projekt „Relikte 2018“ will an diesen bereits vielfach formulierten Kodex erinnern. Ob Friedensverträge, Beschlüsse, Verabredungen oder Beiträge. „Relikte 2018“ ist eine in Worte und Klänge gefasste Projektion auf unsere aktuelle Welt, die den Versuch einer Bilanz unternimmt und dabei umschlungen und eingefasst, kommentiert und kontrapunktiert von Musik, grenzenlos Kulturen, Genres und Stile berührt.
    ​Ensemble "Hymnus" ist ein Projektensemble. Die Musiker sind Spezialisten und Individualisten:

    • Andreas Burckhardt – Saxophon,
    • Willi Hanne - Schlagzeug, Perkussion
    • Jan Hellwig - Klavier, Synthesizer, Fender Rhodes
    • Zeynep Irmak - Gesang, Baglama
    • Christian v. Richthofen - Gesang, Rezitation, Schlagwerk. 

19.8.: Brunch auf dem Domhof

  • Ab 11.30 Uhr laden wir zum Bruch im Schatten des Domes
  • 14-17 Uhr „Lieblingsstücke“: Die Museumsführer/innen stellen im Dialog mit den Besuchern ihre Lieblinge aus der Sammlung vor.